Neuer rollstuhlgerechter Aufzug in Rathaus II ein großer Fortschritt
Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft sagt "Dankeschön":
"Gegen MS kann man nichts machen, aber viel dafür tun", sagte Detlef Weirich, selbst Betroffener und Mitglied des Landesrates der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) am Donnerstag im Rahmen einer kleinen Feierstunde im alten Haller Rathaus. Die Stadt hat etwas dafür getan: Auf Anregung des örtlichen DMSG-Sprechers, Lothar Schlickum aus Hörste, nahm Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann für die Stadt die Dankesurkunde für den Einbau eines neuen rollstuhlgerechten Aufzugs in das Verwaltungsgebäude an der Graebestraße 24 von der DMSG entgegen.
Bild: Aus den Händen von Detlef Weirich, 2. Vors. DMSG Landesverband Düsseldorf (rechts) und Lothar Schlickum (DMSG-Sprecher aus Halle-Hörste, links) erhält Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmannm die Dankesurkunde für den rollstuhlgerechten Fahrstuhleinbau. Darüber freut sich auch die Haller Architektin Anke Nollkämper.
Aus der Händen von Detlef Weirich, DMSG Landesverband Düsseldorf (rechts) und Lothar Schlickum (DMSG-Sprecher aus Halle-Hörste, links) erhält Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmannm die Dankesurkunde für den rollstuhlgerechten Fahrstuhleinbau. Darüber freut sich auch die beteiltigte Haller Architektin Anke Nollkämper.
Der auch als Rathaus II bezeichnete Verwaltungsbau aus dem Jahr 1910 steht zwar nicht unter Denkmalschutz, aber dennoch bedeutete der Um- bzw. Anbau im Bestand für den städtischen Hochbauingenieur Johannes Brockbals und die planende Architektin Anke Nollkämper eine ganz besondere Herausforderung. Mit einer Grundfläche von 2 x 2,50 m und einem gleichen typischen geschwungenen"Zwiebel"-Dach versehen wie der vordere alte, wurde ein zusätzlicher Turm errichtet, der den Aufzug über vier Geschosse und fünf Stationen aufnimmt. Insgesamt wurden hierfür 82.000 Euro aufgewendet. "Gut angelegt", wie Schlickum und Weirich der Bürgermeisterin bestätigten.
Der Fahrsstuhlturm ist über die Kaiserstraße erschlossen, dort befindet sich auch ein mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichneter PKW-Parkplatz, und kann über einen vorgelagerten Tastschalter angefordert werden. Menschen mit Handicap können so direkt zu den Sachbearbeitern gelangen. "Der Rollstuhl ist mein Freund, er bringt mich überall hin", erläuterte Schlickum. Jetzt kommen er und andere Betroffene damit direkt in die Büros.

Früher war es nötig, dass ein Mitarbeiter in einen im Hof befindlcihen Raum kam, um zumindest Anträge stellen zu können.
Für beide Seiten ist es jetzt komfortabler geworden. "Wir gewinnen Lebensqaualität hinzu", sagten die DMSG-Vertreter. Mit dieser Maßnahme erfolge ein weiterer Schritt zur derzeit vielzitierten Inklusion. "Halle ist - wieder einmal - vorbildlich", lobte Schlickum und verwies zum Beispiel auf die erste rollstuhlgerechte Toilette am Bürgerzentrum Anfang der 90er Jahre, das schon erwähnte Sprechzimmer, ein Treppengeländer an der Grundschule Hörste und die zurzeit fortgeführten Pflasterarbeiten in der Innenstadt. Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann nahm die Urkunde als Ansporn für weitere Verbesserungen dankend an und sieht den Aufzug als "echten Fortschritt" gegenüber dem alten Treppenlift und dem Sprechzimmer im Hof.
Der Fahrsstuhlturm ist über die Kaiserstraße erschlossen, dort befindet sich auch ein mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichneter PKW-Parkplatz, und kann über einen vorgelagerten Tastschalter angefordert werden. Menschen mit Handicap können so direkt zu den Sachbearbeitern gelangen. "Der Rollstuhl ist mein Freund, er bringt mich überall hin", erläuterte Schlickum. Jetzt kommen er und andere Betroffene damit direkt in die Büros.
Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann erhält die besondere Urkunde des DMSG für einen rollstuhlgerechten Aufzug in Rathaus II.
Für beide Seiten ist es jetzt komfortabler geworden. "Wir gewinnen Lebensqaualität hinzu", sagten die DMSG-Vertreter. Mit dieser Maßnahme erfolge ein weiterer Schritt zur derzeit vielzitierten Inklusion. "Halle ist - wieder einmal - vorbildlich", lobte Schlickum und verwies zum Beispiel auf die erste rollstuhlgerechte Toilette am Bürgerzentrum Anfang der 90er Jahre, das schon erwähnte Sprechzimmer, ein Treppengeländer an der Grundschule Hörste und die zurzeit fortgeführten Pflasterarbeiten in der Innenstadt. Bürgermeisterin Rodenbrock-Wesselmann nahm die Urkunde als Ansporn für weitere Verbesserungen dankend an und sieht den Aufzug als "echten Fortschritt" gegenüber dem alten Treppenlift und dem Sprechzimmer im Hof.












